12. CGI TrendSession

Virtual Technology im Marketing


12. CGI TrendSession von Meyle+Müller und [zerone]

Die aktuellen technologischen Entwicklungen stehen kurz vor einem Big Bang, der unser Leben und unsere Geschäftswelt radikal verändern wird.

Moritz Müller, CEO Meyle+Müller GmbH+Co. KG

Mit diesen Worten begrüßte COO Moritz Müller die Besucher der 12. CGI TrendSession, die Meyle+Müller gemeinsam mit ihrem neuen Kooperationspartner [zerone] durchführte. Meyle+Müller aus Pforzheim und [zerone] werden künftig in den Bereichen Postproduktion, CGI (Computer Generated Imagery) und AR/VR (Augmented und Virtual Reality) kooperieren. Die regelmäßig stattfindende CGI TrendSession lockte mit dem Thema „Virtual Technology im Marketing“ rund 50 Kunden und Interessenten ins Pforzheimer EMMA Kreativzentrum. In Vorträgen und bei Live-Stationen warfen die Besucher einen Blick hinter die Kulissen von Virtual- und Augmented Reality. Außerdem waren Mixed Reality und die Zukunft des CGI (Computer Generated Imagery) ein großes Thema.

Mit CGI verborgene Produktvorteile zeigen

Den Auftakt machten die CGI-Experten Dennis Rosenau und Matthias Lange, verantwortlich für CGI bei Meyle+Müller. In ihrem Vortrag „Virtual Technology im Marketing“ erläuterten sie, wie und warum computergenerierte Inhalte zum Einsatz kommen und warum diese Technologie unaufhaltsam an Bedeutung gewinnt. Oft lassen sich Bilder fotografisch nicht umsetzen – sei es, weil dies nicht wirtschaftlich ist, oder weil es das fertige Produkt noch gar nicht gibt. Dann kommen computergenerierte Bilder ins Spiel. Verborgene Produktvorteile lassen sich mit CGI visualisieren und kommunizieren. CGI ist in allen Varianten denkbar: Teile eines Bildes werdem fotografiert, um dann Elemente in diese Szene hineinzumontieren. Es besteht die Möglichkeit des sogenannten „Full-CGI“ – hier entstehen alle Szenen am Computer. Dabei wird das Fahrzeug aus allen Perspektiven visualisiert. Das Innenleben lässt sich zeigen und beliebig anpassen. Produkte werden immer vielfältiger und bieten unterschiedliche Features – das lässt sich mit CGI wunderbar abbilden. Bewegtbild-Content entsteht ebenfalls auf diesem Weg. Abschließend präsentierten die Referenten eine Echtzeitanwendung, welche in Kooperation von Meyle+Müller mit der Echolot.GROUP für die Firma Heller Maschinenfabrik entstand. Die Echolot.GROUP ist eine Full-Service B2B/B2C Agentur aus Stuttgart, die seit 70 Jahren Markenarbeit leistet.

Mixed Reality: Die Microsoft HoloLens

Ein weiterer Höhepunkt der CGI TrendSession war die Mixed-Reality-Brille von Microsoft. Der Gründer von medialesson und Regional Director von Microsoft, Philipp Bauknecht, erklärte die HoloLens, welche Hologramme in die reale Umgebung projiziert. „Die Idee ist es, die physische Realität, wie wir sie sensorisch wahrnehmen, digital zu erweitern und damit die physische Welt mit der virtuellen Welt zu vermischen“, fasst Bauknecht zusammen. Bei Mixed Reality ist grundsätzlich – im Gegensatz zur Virtual Reality – die reale Welt zu sehen. Damit hat ein Team die Möglichkeit, zusammen vor einem holografischen Element zu stehen, dieses zu betrachten und gleichzeitig zu interagieren und kommunizieren. Kurz gesagt: Bei Mixed Reality interagiert die virtuelle Welt mit der realen Umgebung. Die HoloLens wird für unterschiedliche Zwecke genutzt: In der Bildung, Architektur, Forschung und für viele andere Zwecke. Sie wird bei Porsche zum Beispiel für den Design- und Entwicklungsprozess eingesetzt. Dieses herausragende Projekt wurde erst kürzlich bei den Druck&Medien Awards 2018 in Berlin ausgezeichnet.
Bei verschiedenen Live-Stationen erlebten die Teilnehmer sowohl die HoloLens, als auch die Echtzeitanwendung von Heller Maschinenfabrik und Echolot.GROUP sowie die auf der Unreal Engine basierende Software FPO aus der Softwareentwicklung von [zerone]. Nach der Veranstaltung nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich über das Erlebte und Gelernte auszutauschen und zu networken. Und Diskussionsstoff gab es wahrlich genug!

Digitale Transformation wird Realität

Wie wird nun also CGI im Marketing eingesetzt? Das demonstrierten Marcus Kurringer von der Heller Maschinenfabrik und Helge Ulrich von der echolot.GROUP. Für einen Messestand haben sie einen großen Würfel entworfen, mit dem eine Maschine in digitaler Form dargestellt wird. Der Vorteil: Das System muss nicht logistisch aufwändig und umständlich vor Ort platziert werden.
An diesem digitalen Würfel werden Dinge gezeigt, welche sich am realen Objekt schwer oder garnicht darstellen lassen. Damit wird ein komplexes, technisches Produkt einfach und emotional präsentiert und letztlich verkauft.
Ein weiterer Vorteil: Die Maschine lässt sich in einem Tablet zum Kunden tragen. Das katapultiert den Verkaufsprozess in eine neue Dimension. Der digitalen Zwilling der Maschine ist überall präsentierbar und im Web von interessierten Kunden selbst erlebbar.

Mit Full-CGI Visualisierung in die Virtuelle Realität

Aufschlussreich und spannend war der Vortrag von Tobias Aderhold, CEO der Firma [zerone]. Anhand mehrerer Beispiele verdeutlichte er die Vorteile von Full-CGI Environments in der Visualisierung. Die Einsatzgebiete reichen von Print über Animation bis zu Virtual Reality (VR). Durch die uns derzeit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, lassen sich virtuelle Welten erschaffen, die von uns als real erlebt werden. „Schon heute ist das Potenzial von VR auf dem Markt riesig und jetzt geht es erst richtig los!“, resümierte Aderhold. Am Ende seines Vortrages gewährte Tobias Aderhold einen Einblick in das umfangreiche Portfolio von [zerone].

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